SPD Erlensee
Mit Herz für Erlensee

Meldung:

01. Januar 1999

Bunter Abend für die Kinderzukunft

Die Stiftung wirbt vor allem um Kinderpatenschaften. Mit 35 € im Monat ermöglicht ein Spender die Unterbringung, Versorgung und Betreuung eines Kindes in einem der oben genannten Kinderdörfer, eine Schul- und anschließende Berufsausbildung mit dem Ziel, aus den einst hilfsbedürftigen Kindern selbständige Erwachsene zu machen, die sich mit ihrer Arbeit nicht nur sich selbst und ihre Familien versorgen können, sondern aktiv zum wirtschaftlichen Aufbau und Fortschritt ihres Landes beitragen können. Bewegend berichtete Karl Eyerkaufer davon, dass Ehemalige aus den Kinderdörfern als Erwachsene ebenfalls Patenschaften übernehmen würden.
Im Programm folgte eine sehr eindrucksvolle Darbietung des Therès Hauser Ensemble. Acht Tänzerinnen und ein Tänzer zeigten unter anderem zu dem selbst gespielten und gesungenen Lied „Sind so kleine Hände“ von Bettina Wegner Figuren, die den Liedtext in ausdrucksvollen Bewegungen umsetzten. Die Darbietung führte anhand Händen, Füßen, Mündern, Augen, Ohren, Seele und Rückgrat vor, welche Fürsorge ein Kind erfahren muss und wie leicht durch Vernachlässigung oder falsches Verhalten dies alles zerstört werden kann. Damit steht auch diese Darbietung in einem engen Bezug zu der Arbeit der Stiftung Kinderzukunft.
Für den kulinarischen Höhepunkt sorgte das afghanische Küchenteam um die Integrationslotsin Roja Allaf. Hier wurde ein sehr eindrucksvolles Büffet von feinsten warmen und kalten Speisen nahöstlicher Provinienz dargeboten und auch von Frau Allaf erklärt: unter anderem ein wundervolles Reisgericht mit Rosinen, Lammeintopf, Hühnchen Bohnen mit Spinat, eine herrliche Salatplatte, süße Mandelkuchen und vieles mehr. Die „Projektleiterin“, Stadträtin Lilian Siderius-Mannig dankte dem Küchenteam für seinen ebenfalls uneigennützigen Einsatz.
Zum Abschluss sprach noch der Bundestagskandidat für den Wahlkreis Hanau Dr. Sascha Raabe und hob die Bedeutung der Arbeit der Stiftung Kinderzukunft als Hilfe zur Selbsthilfe hervor. Nur wenn wir den Menschen in anderen Ländern eine Perspektive schaffen, wenn sie Arbeitsplätze und Absatzmärkte für ihre Produkte in einem fairen Handel erhalten, können wir auch die Fluchtursachen bekämpfen und aus Menschen, die sonst in Abhängigkeit und daraus folgender Anfälligkeit für Radikalisierungen leben würden, gleichberechtigte Handelspartner und friedliebende Mitmenschen machen.
Sascha Raabe und Birgit Reuhl beendeten den Abend mit der eindringlichen Bitte an alle, zur Bundestagswahl zu gehen und Parteien zu unterstützen, die gegen Ausgrenzung und Rassismus und für einen fairen Welthandel kämpfen, denn letztendlich sind (wirtschaftliche) Konflikte die Ursache von Kriegen und die Quelle für Armut und Elend überall in der Welt.



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