Zum Grundsatzbeschluss zum Abriss der Fallbachhalle.

Auf der September-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ist mit unseren Stimmen ein Grundsatzbeschluss zur Fallbachhalle gefällt worden mit dem Inhalt, dass die Sanierung der Fallbachhalle nicht weiterverfolgt wird, sondern ein Anbau an die Erlenhalle erfolgen soll, um eine Sport- und Veranstaltungshalle mit Nebenräumen für die Vereine, den Schulsport, die Kindergärten und Tagespflegepersonen anbieten zu können. Dieser Beschluss, die alte Halle zu ersetzen, ist nicht selbstverständlich, sind unsere Finanzen doch schon eng gestrickt und einige Großprojekte in Erlensee im Kommen. Wir hoffen sehr, für die Vereine sowie die Schülerinnen und Schüler adäquaten Ersatz für die Fallbachhalle schaffen zu können.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger werden mit der Fallbachhalle eine Reihe schöner Erinnerungen verbinden, die über ein halbes Jahrhundert zurückreichen mögen und es mag den ein oder anderen traurig stimmen, etwas Gewohntes aufgeben zu müssen. Jedoch kommen Gutachten gemäß der der Stadtverordnetenversammlungen vorliegenden Unterlagen zu dem Ergebnis, „dass anhand der vorhandenen Tragstruktur, der architektonischen Gebäudekonzeption, den energetisch und brandschutztechnischen Erfordernissen eine Sanierung der Fallbachhalle wirtschaftlich und technisch nicht sinnvoll ist.“

Aus diesem Grunde kommt eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“ in Höhe von bis zu 1,4 Millionen Euro nur bei einem Neubau in Frage, da dieses Programm die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen als Voraussetzung hat.

Neben der Fördersumme gibt es weitere gewichtige Vorteile, die für den Grundsatzbeschluss sprechen

  • Bei einem Anbau an die Erlenhalle können die Räumlichkeiten den Vereinen schneller zur Verfügung gestellt werden als bei einem Abriss und Neubau der Fallbachhalle an gleicher Stelle.
  • Aufgrund ihrer Lage direkt neben dem Fallbach, liegt die Halle direkt im Überschwemmungsgebiet, während der Anbau an die Erlenhalle außerhalb liegt und zudem aufgeständert realisiert werden kann mit einer Parkfläche im offenen Kellergeschoss. Die Halle und ihre Technik wäre dann auch im Falle einer mittleren Hochwasserkatastrophe geschützt und könnte in einem solchen Ernstfall auch zur Verfügung gestellt werden.
  • Mit dem Anbau an die Erlenhalle können die Altgrundstücke veräußert werden und mit ca. 1,8 Millionen Euro zur Finanzierung des Anbaus von insgesamt 6,4 Millionen Euro beitragen.
  • Mit dem Anbau kann zugleich die gemeinsame Heizungstechnik der Erlenhalle und des Schwimmbades modernisiert und an alle energetischen und brandschutztechnischen Erfordernisse angepasst werden.

Schließlich ist im Konzept des Anbaus auch eine Verlegung des Bolzplatzes, auf dem dieser Anbau realisiert werden soll, enthalten, so dass durch diese Maßnahme auch dieser für Jugendliche wichtige Ort erhalten bleiben kann.

Wichtig ist, dass dieser Grundsatzbeschluss nur eine Weichenstellung ist und uns die Teilnahme an dem oben genannten Förderprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“ ermöglicht. Für den Anbau selbst müssen noch die entsprechenden Beschlüsse in den Haushalten 2022 und folgende gefasst werden. „Wir, die SPD-Fraktion der Stadt Erlensee, wollen dieses Vorhaben für unsere Vereine und insbesondere für die Jugendlichen voranbringen. Wir sind überzeugt, dass dies der richtige Weg ist und wollen uns in den kommenden Haushaltsberatungen dafür einsetzen“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Martin Maul.